Wellness-Licht im Badezimmer


Im Badezimmer beginnt und endet für uns jeder Tag. Hier gehen wir unserer täglichen Körperpflege nach, rasieren uns oder tragen Make-up auf und machen uns für den neuen Tag zurecht. Abends will man derweil bei einem warmen Bad in der Wanne neue Kräfte sammeln. An die Beleuchtung im Badezimmer stellt dies höchst unterschiedliche Ansprüche: So wünschen wir uns morgens helles Licht zum Aufwachen, abends warmes Licht zum Entspannen. Darüber hinaus stehen pfiffige Beleuchtungslösungen zur Auswahl, die das Badezimmer in Ihren persönlichen Wellness- und Spa-Bereich verwandeln.

Wie Sie in Ihrem  Badezimmer eine funktionale Beleuchtung realisieren und zugleich angenehme Lichtstimmungen zum Wohlfühlen schaffen, dazu lesen Sie in unserem Ratgeber viele nützliche Tipps und Hinweise für eine vielseitige Badbeleuchtung.

Allgemeinbeleuchtung

Gerade in den dunklen Herbst- und Wintermonaten können wir auf künstliches Licht im Bad nicht verzichten. Denn dank diesem können wir uns schon beim Eintreten einen schnellen Überblick verschaffen und uns orientieren. Zudem sorgt das Allgemeinlicht für Sicherheit, indem wir Stufen, Möbelkanten sowie Pfützen auf dem Boden frühzeitig erkennen. Die Beleuchtungsstärke sollte dabei mindestens 300 Lux betragen.

Wer das Bad zudem bewusst als Ruheoase mit Dusche, Wanne und Sauna einrichtet, der entscheidet sich am besten für eine dimmbare Beleuchtungslösung. Auf diese Weise kann jederzeit die Lichtintensität an die persönliche Stimmung angepasst werden. Für die morgendliche Körperpflege steht helles Licht zu Verfügung, während Sie abends bei gedämpftem Lichtambiente das wohltuende Entspannungsbad genießen.

Zentrale Deckenleuchte

Die meisten entscheiden sich für eine in der Deckenmitte montierte Lichtquelle, die den gesamten Raum ausleuchtet. Für eine gleichmäßige Lichtverteilung empfehlen sich Deckenleuchten mit satiniertem Glasschirm. Je nach Raumhöhe kommen für die Grundbeleuchtung im Bad Deckenanbauleuchten oder Pendelleuchten in Frage. Diese sind in vielfältigen Stilrichtungen erhältlich, so dass jeder das passende Modell für seine Badeinrichtung finden dürfte. Für die Wahl der Deckenleuchte ist nur wichtig, dass diese im Badspiegel nicht zu sehen ist, da sie sonst beim Blick in den Spiegel blenden würde.

Einbauleuchten


Eine weitere praktische Beleuchtungslösung für moderne Bäder stellen Einbaustrahler dar. Sie können zu mehreren und in beliebigen Mustern, etwa in Reihe, in L-Form oder als Ellipse, in die Decke montiert werden und so auch in Bädern mit ungewöhnlicher Grundfläche für optimale Lichtverhältnisse sorgen.

Aber auch für die dekorative Beleuchtung eignen sich Einbauleuchten wunderbar, etwa indem sie in chaotischer Anordnung einen Sternenhimmel simulieren. Alternativ können spezielle Glasfaser-Sets eine sternenklare Nacht über der Wanne zaubern.

Da für Einbauleuchten entsprechende Hohlräume und Stromkabel vorhanden sein müssen, erfordern sie eine frühzeitige Lichtplanung. Nachträglich können sie nur durch Einzug einer Zwischendecke installiert werden.

Am besten eignen sich breitstrahlende Einbauleuchten mit beweglichem Reflektor und tief sitzendem Leuchtmittel, da sie störende Blendungen auch dann verhindern, wenn Sie für ein wohltuendes Schaumbad in der Badewanne liegen.

Dimmbare Einbauleuchten erlauben schließlich auch eine stufenlose Regulierung der Lichthelligkeit. So stehen ihnen vom hellen Tageslicht bis hin zum gedämpften Kerzenschein vielfältige Lichtstimmungen zur Auswahl.

Stromschienen

In manchen Altbauten trifft man noch auf Badezimmer mit hohen Decken und einem langen, aber schmalen Grundriss. Für diese stellen Stromschienen bzw. Seil- und Stangensysteme die ideale Beleuchtungslösung dar. Denn diese verfügen über mehrere Strahler, die unabhängig voneinander auf die einzelnen Raumzonen, Badewanne/Dusche, Waschbecken und WC ausgerichtet werden können und diese mit hellem Licht versorgen.

Um störende Blendungen zu vermeiden und eine angenehme Lichtstimmung zu schaffen, empfiehlt es sich, einen Teil des direkten Lichts auf freie Wandflächen zu richten, damit diese es sanft in den Raum streuen.

Licht am Waschbecken und Badspiegel


Der Blick in den Badspiegel gilt meist der Beurteilung unserer Haut und der Prüfung unseres Erscheinungsbildes. Auch zum Schminken und Rasieren benötigen wir stets optimales Licht. Da das Deckenlicht jedoch von oben nach unten strahlt und wir außerdem mit dem Rücken zu ihm stehen, würden sich auf unserem Gesicht unschöne Schatten bilden. Zusätzliche Lichtquellen am Badspiegel sind daher unverzichtbar – selbst in kleinen Bädern, wo sie mitunter das Deckenlicht ganz ersetzen können.

Am besten eignen sich hierfür zwei baugleiche Wandleuchten mit einem Schirm aus Opalglas, die in Augenhöhe links und rechts neben dem Spiegel montiert werden. Sie leuchten das Gesicht gleichmäßig und schattenfrei aus, ohne beim Blick in den Spiegel zu blenden. Bei sehr breiten Badspiegeln kann zusätzlich eine dritte Leuchte darüber angebracht werden.

Für die Auswahl geeigneter Badleuchten ist nicht nur das Design entscheidend. Auch auf die einsetzbaren Leuchtmittel sollte geachtet werden. Denn die Beleuchtung am Badspiegel erfordert ein sehr helles Licht, das Farben natürlich und unverzerrt wiedergibt. Halogenlampen sowie einige LED-Lampen und Leuchtstofflampen erzielen in dieser Hinsicht sehr gute Werte. Der Farbwiedergabe-Index steht auf jeder Verpackung und sollte mindestens Ra 95 betragen.

Wellness-Licht im Bad

Dank einer tageslichtähnlichen Kunstbeleuchtung werden wir morgens schneller munter. Abends verwandelt dagegen gedämpftes Licht das Badezimmer in eine Wellness-Oase und hilft uns beim Entspannen.

Eine dimmbare Allgemeinbeleuchtung bietet hierbei vielfältige Möglichkeiten, das Lichtambiente an die persönliche Stimmung anzupassen. Alternativ können dekorative Leuchten mit großflächigen Stoffschirm und wohnlichem Charakter für eine sanfte Indirektbeleuchtung sorgen.

An freie Wandflächen angebrachte Wandleuchten schaffen ebenfalls ein warmes und zugleich dekoratives Licht, indem ihre nach unten und/oder oben gerichteten Lichtkegel für ein belebendes Licht- und Schattenspiel sorgen. Je breiter der Abstrahlwinkel und je weicher der Schattenverlauf ist, desto mehr Licht wird in den Raum gestreut und desto gemütlicher wirkt das Badezimmer.

Umgekehrt lassen sich auch mit Hilfe von hellen Akzentlichtern spannende Lichtszenerien schaffen. Bei gedämpfter Hintergrundbeleuchtung setzen vereinzelte Spots Kunstobjekte in Szene, während Boden- bzw. Deckeneinbaustrahler Natursteinwände, Nischen oder Rundbögen betonen.

Moderne RGB-LED-Lichtbänder hüllen das Bad derweil in einen farblichen Lichterglanz, so wie man es von den großen Wellness-Tempeln kennt und liebt. Auf der Rückseite von Möbeln und Sideboards, an Regalböden befestigt oder in abgehängte Decken integriert sorgen sie für farbliche Akzente. Auf Knopfdruck stehen Ihnen hierfür mehr als 16 Millionen Farben sowie mehrere Farbverläufe zur Auswahl.

Dank ihrer kompakten Bauform lassen sich LED-Stripes selbst in Fliesenfugen einbauen. Sogar Armaturen mit integrierter LED-Beleuchtung sind im Handel erhältlich und bereichern Ihr Badambiente mit überraschenden Lichtfarben.

Hinweise für eine sichere Badbeleuchtung

Im Badezimmer kommen sich Strom und Wasser gefährlich nahe, weswegen für die Badbeleuchtung besondere Sicherheitsvorschriften gelten (gemäß Norm DIN VDE 0100 Teil 701):
•Im Bereich des Waschbeckens dürfen aufgrund des Spritzwassers nur Leuchten mit der Schutzart IP X4 verwendet werden.
•Im Bereich von Dusche und Wanne (Innenraum) dürfen nur Leuchten mit einer Schutzkleinspannung von maximal 12 Volt und der Schutzart IP X7 montiert werden.
•Im Umkreis von rund 60 Zentimetern um Dusche bzw. Wanne dürfen nur Leuchten zum Einsatz kommen, die die Schutzart IPX5 aufweisen und obendrein mit einer Schutzkleinspannung von 12 Volt betrieben werden.

Leuchten, die außerhalb dieser drei Bereiche, installiert werden, müssen keine besonderen Anforderungen erfüllen. Im Zweifelsfall beraten wir Sie gern persönlich zu allen Fragen rund um die sichere Badbeleuchtung. Achten Sie bei der Wahl Ihrer Badleuchten generell auf die Prüfzeichen VDE, GS und ENEC, die weitere Standards zur Betriebssicherheit garantieren.

Tipps für die Lampenwahl

Welche Lampen eignen sich für die Badbeleuchtung?

Prinzipiell kommen für die Badbeleuchtung Halogenlampen, LED-Lampen sowie Leuchtstofflampen in Betracht. Erstere bieten zwar mit Abstand die beste Lichtqualität, wandeln aber nur einen Teil der Energie in Licht um, der Rest geht als Wärme verloren. Als besonders effizient gelten jedoch Niedervolt-Halogenlampen mit IRC-Beschichtung und elektrischem Vorschaltgerät.

Da das Licht im Bad meist nur für kurze Zeit brennt, lohnt sich der Einsatz von Halogenlampen dennoch. Denn sie punkten mit sehr guten Farbwiedergabewerten von über Ra 95. Diese sind gerade im Bereich des Waschbeckens unerlässlich.

Einen hohen Farbwiedergabe-Index weisen auch hochwertige LED-Lampen und Leuchtstofflampen auf. Energiesparlampen neigen dagegen dazu, Farben, insbesondere Rottöne, verfremdet wiederzugeben, weswegen sie im Badezimmer allenfalls für die Indirektbeleuchtung in Betracht kommen. Detaillierte Hinweise zu den einzelnen Lampenarten stellen wir Ihnen in unserem Ratgeber Energiesparende Beleuchtung zur Verfügung.

Welche Lichtfarbe ist für das Badezimmer ideal?

Für ein warmes, gelbliches Licht, wie wir es von der guten alten Glühbirne kennen, sind alle Lampen mit den Lichtfarben Warmweiß und Extra-Warmweiß genau richtig. Alternativ hilft ein Blick auf die Farbtemperatur weiter. Für eine gemütliche Lichtstimmung sollte ihr Wert maximal 2.700 Kelvin betragen.

Während warmweißes Licht eine gemütliche Lichtstimmung zaubert und beim Entspannen hilft, wirkt die Lichtfarbe Tageslichtweiß belebend auf Körper, Geist und Seele. Denn tageslichtweißes Licht beinhaltet einen hohen Anteil blauen Lichts. Dieses können wir über unsere Augen wahrnehmen und unser Gehirn nutzt es, um eine Vielzahl biochemischer Prozesse zu regulieren, etwa die Produktion des aktivierenden Hormons Serotonin. Es gibt also den Takt für unseren Biorhythmus vor.

Die Lichtfarbe Tageslichtweiß ähnelt damit dem natürlichen Licht am meisten, besonders wenn sie zusammen mit hohen Beleuchtungsstärken ab 1.000 Lux zum Einsatz kommt. Dann haben selbst Morgenmuffel kein Problem mehr damit, früh wach zu werden. Von tageslichtweißem Licht spricht man, wenn die Farbtemperatur über 5.500 Kelvin beträgt.

Welche Leistung sollten die Lampen im Badezimmer haben?

Für Badräume werden Beleuchtungsstärken von mindestens 300 Lux empfohlen. Welche Leistung die eingesetzten Lampen erbringen müssen, um diese Lichthelligkeit im Badezimmer bereitzustellen, richtet sich nach vielen Faktoren, wie dem Tageslichteinfall, der Größe des Raumes, die Höhe der Decken, die Farbe der Fliesen und der Möbel und vieles mehr.

Grundsätzlich gilt jedoch: Je größer das Badezimmer, desto mehr Leuchten bedarf es für eine ausreichende Lichthelligkeit. Zudem absorbieren dunkle Fliesen und Badmöbel mehr Licht, so dass zum Ausgleich Lampen mit höherer Leistung benötigt werden.